Fashion

Die Highlights der Mercedes Benz Fashion Week in Berlin

12. Juli 2018

Und schon ist die Mercedes Benz Fashion Week in Berlin wieder vorbei und die Blogger, Redakteure und Streetstylefotografen gönnen sich eine kleine Pause, bevor der Startschuss für den Fashion-Monat fällt und sie von New York über London, Paris, bis nach Mailand tingeln müssen.
Diese Pause sollten wir dazu nutzen, die Fashion Week in Berlin Revue passieren zu lassen und einen kleinen Blick auf die Trends für kommenden Frühling/Sommer und auch auf die talentiertesten Designer der Berliner Modewoche zu werfen.

Die schönsten Frühling/Sommer ’19-Trends

Wenn es nach den Berliner Designer geht, darf es im Frühling und Sommer nächsten Jahres sehr feminin werden – mit XXL-Schleifen, Blütenstickereien und/oder betonten Taillen können wir im kommenden Jahr nichts falsch machen und mit dem Materialmix, der bereits in den vergangenen Saisons Abwechslung in unseren Kleiderschrank gebracht hat, können wir noch weiter spielen.
Auch farblich sind uns keine Grenzen gesetzt – von leichten Pastelltönen bis hin zu knalligen Neonfarben ist alles erlaubt. Besonders häufig habe ich jedoch grüne Nuancen auf den Laufstegen entdeckt, die nicht nur fantastisch mit cremefarbenen Looks harmonieren, sondern auch zu jedem Frauentyp passen. Jetzt will ich aber auch nicht zu viel um den heißen Brei herum schreiben, sondern euch meine liebsten Looks der Mercedes Benz Fashion Week aus Berlin präsentieren.

Rebecca Ruétz: Art x Avantgarde

Wenn mich eine Kollektion in dieser Saison ganz besonders begeistert hat, dann war es die von Rebecca Ruétz. Bereits die Einladungskarten ließen vermuten, dass es auf dem Laufsteg bunt zugehen wird, doch meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.
Die Designerin hat auf der Fashion Week gezeigt, was eine Kollektion haben muss, um zu begeistern – Prints aus Technik, Natur und Kunst, gepaart mit avantgardistischen Schnitten sorgten für eine erfrischende Abwechslung und das ganze noch unter dem Motto „Make Love Great Again“ – lässiger geht es kaum.

Irene Luft: Nach Rot folgt Blau

Während Irene Luft im Januar noch auf farbliche Akzente in feurigem Rot setze, wurde es für die Frühling/Sommer ’19-Kollektion etwas leichter und die Looks kamen in den unterschiedlichsten Blautönen daher. Doch nicht nur farblich unterscheidet sich die Kollektion von den Vorherigen, auch der Stil der Designerin hat sich weiterentwickelt. Nach wie vor versprühte sie einen Hauch von Couture auf der Mercedes Benz Fashion Week, doch wurden die Looks für den kommenden Sommer mit sportlichen Elementen, wie Blousons oder Sneakern, gebrochen, wodurch die Kreationen frischer und jugendlicher wirken.

Danny Reinke: Im Sommer geht`s auf Safari

Während der Präsentation der SS19-Kollektion „Unleashed Values“ von Danny Reinke ging es auf eine Safari. Die Looks in zarten Beige- und Fliedertönen und kräftigen Grünnuancen erinnerten ein wenig an den berühmten Safari-Look von Yves Saint Laurent aus den 1960ern und ließen mein modeliebendes Herz etwas schneller schlagen.
Doch nicht nur die Farben, auch die schlicht geschnittenen Zweiteiler und Muster, sowie die Kniestrümpfe, die ein wenig an die Pfadfinderuniformen erinnern, zeigen die Naturverbundenheit dieser Kollektion, deren Präsentation noch von den romantischen Klänge aus den Lautsprechern unterstrichen wurde.

Lana Müller: Mehr Weiblichkeit geht kaum noch

Wenn ich an die Show von Lana Müller zurückdenke, dann komme ich aus dem Schwärmen einfach nicht heraus. Fließende Silhouetten, verspielte Volants, mädchenhafte Prints, heiße Cut-Outs und zarte Pastelltöne – diese Kollektion hat alles, was Frau sich im Sommer, egal ob entspannter Strandurlaub oder romantischer Städtetrip, wünscht.
Die Designerin hat einfach ein Gefühl dafür, wie sie die weibliche Silhouette in ihrer schönsten Form zur Geltung bringt, daher ist es kein Wunder, dass ihre Kollektionen auch international Erfolg feiern. Neben den femininen Kreationen habe ich mich aber auch in das Haar und Make-up der Models verliebt – messy Flechtfrisuren und zarte Nude- und Rosétöne gehören einfach zum Sommer, wie Sonnenbrille und Eis.

Maisonnoée: Perfekte Passformen und geometrische Akzente

Dass das Label Maisonnoée für perfekte Passformen bekannt ist, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr und daher war es auch keine Überraschung, dass auch diese Kollektion in ihrer Schlichtheit überzeugte. Die Designerin Sophie Oemus hat es gar nicht nötig, durch viel Chichi von einfallslosen Schnitten abzulenken und so sind einzig geometrische Prints offensichtliches Highlight der Kollektion. Vielmehr spielt die Designerin in dieser Saison mit Plissee, Raffungen und verschiedenen textilen Materialien, wobei hartes Leder durch transparente und feine Stoffe aufgelockert wird und so gleichzeitig die Weiblichkeit und Stärke der Silhouette einer Frau in Szene gesetzt wird. Auch farblich hält sich die Kollektion zurück und die Designerin bleibt bei Nudetönen und Schwarz, durch die die perfekten Passformen noch einmal deutlicher zu erkennen sind.

Isabel Vollrath: Eine Reise nach Venedig

Ich bin ja ein Fan davon, wenn mich eine Kollektion mit auf eine Reise nimmt und genau das tat vergangene Woche die Kollektion von Designerin Isabel Vollrath. Die Präsentation der Frühling/Sommer-Looks war eine Reise durch eine Stadt, die ich schon immer mal besichtigen wollte: Venedig.
Unter dem Motto „The Poetry of Light“ zeigte uns die Designerin ein Farbenspiel, dass sich, bei genauerer Betrachtung, wirklich an die Töne der italienischen Lagunenstadt orientiert – die verschiedensten Abstufungen von Weiß, die an die Fassaden der zahlreichen Kirchen erinnern, Gold-, Gelb-, Kupfer-, Rot- und Orangetöne, die in den Verzierungen von Palästen und an Dächern zu finden sind, und vereinzelte Looks in Blaunuancen, die, ähnlich wie die Kanäle die Stadt, die Kollektion auflockern. Doch nicht nur die Farben erinnerten an die romantische Stadt, auch das Spiel steifer und fließender Textilien, die skulpturalen Silhouetten und die von den gotischen Spitzbogenfenstern inspirierten Drucke brachten italienisches Flair auf den Laufsteg im Berliner eWerk.  

Maison Common: Bunte Statements setzen

Erstmals zeigte in dieser Saison auch Maison Common seine Looks auf der Laufsteg der Berliner Fashion Week und das Label setzte ein farbenfrohes Statement. Klassische, sehr erwachsene Schnitte, die teilweise an den Stil der Chanel-Kostüme erinnerten, wurden durch alle nur erdenklichen Farben, verspielte Prints, XXL-Schleifen und bunte Tücher aufgelockert. Wenn es nach Designerin Rieke Common geht, dürfen wir uns also im Sommer nächsten Jahr ruhig nach dem Motto „Mehr ist mehr“ stylen und mit Farben, Mustern, Materialien und Accessoires, vor allem Hüten und Tüchern, experimentieren.

Mein Fazit zur Mercedes Benz Fashion Week in Berlin fällt in dieser Saison weitestgehend positiv ausdie Designs waren mutig (obwohl sie ruhig noch etwas provokativer hätten sein können) und auf dem Laufsteg herrschte endlich mal internationales Feeling, jedoch auch nur auf den Laufstegen. In den drei Tagen wurde mir nämlich klar, dass sich Berlin nicht als internationaler Modestandort etablieren wird, solange sich nicht eines ändern wird: die Menschen in den Front Rows. Doch dazu wird es in Kürze auch noch einen ausführlichen Artikel geben.😉

Wenn ihr gerne mehr über die einzelnen Designer erfahren möchtet, die ich noch nicht in dem Mercedes Benz Fashion Week Countdown vorgestellt habe, dann lasst es mich doch gerne in den Kommentaren wissen. 

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