Exhibition Review: Christian Dior – Designer of Dreams

Nachdem ich ursprünglich für die Balenciaga-Ausstellung L`œuvre au noir nach Paris gereist bin und ein wenig enttäuscht davon war, bin ich umso glücklicher, dass ich per Zufall in einer Metro-Station ein Werbebanner für die Ausstellung Christian Dior – Designer of Dreams entdeckt habe und diese besucht habe. Trotz leicht überfüllter Gänge, hat diese Ausstellung mein modeliebendes Herz höher schlagen lassen. Grund für diese Ausstellung ist das 70-jährige bestehen des Hauses Dior, dass am 12. Februar 1947 mit Christian Diors New Look eine ganz neue Ära der Mode eingeleitet hat. Bis heute sind die Modelle geprägt von klassisch-elegante Schnitten, die die Silhouette der Frau in ihrer schönsten Form präsentieren.

Das Geheimnis der Eleganz liegt in der Schlichtheit der Dinge. – Christian Dior

Die Ausstellung ist nicht nur eine Hommage an Christian Dior selbst, sondern an all seine nachfolgenden Chefdesigner des Hauses Dior, wie Yves Saint Laurent, Marc Bohan, Gianfranco Ferré, John Galliano, Raf Simons oder Maria Grazia Chiuri, die den klassisch-femininen Look des Hauses jedes Mal auf ihre einzigartige Weise neu interpretiert haben.
Neben ikonischen Kleidern, wie das Bar-Kostüm von 1947, das Opéra Bouffe Dress von 1956 oder das Junon Dress von 1949-50, werden auch Kleider bekannter Personen, wie zum Beispiel das Oscar-Kleid von Jennifer Lawrence, vor wunderschönen Kulissen perfekt in Szene gesetzt. Diese Ausstellung lädt zu einer Zeitreise durch eines der wohl bekanntesten Modehäuser überhaupt ein und  lässt Klein- und auch Großmädchenträume wahr werden.
Bereits der Anfang der Ausstellung, an dem die Fassade der ersten Dior Boutique in Form einer Lichtinstallation dargestellt wird, ist ein richtiger Blickfang. Darauf folgen verschiedene, thematisch perfekt inszenierte Ausstellungsräume, die unter anderem das Leben Christian Diors, mittels Originalfotografien, Illustrationen und Gemälden (da er ebenfalls als Galerist gearbeitet hat) skizzieren, verschiedenste künstlerische Phasen seiner Arbeit als Modedesigner zusammenfassen und herausragende Arbeiten seiner Nachfolger präsentieren. 2 Ausstellungsräume haben mich besonders beeindruckt. Ein Bereich erinnert stark an einen Märchenwald. Verschiedenste Blüten und Blatter aus weißem Papier zieren die Decke und das stimmungsvolle Farbenspiel des Lichts komplettiert die phantasievolle Stimmung. In diesem Bereich wird eine ausgelesene Auswahl von Kleidern präsentiert, die das Motiv der Blumen, sei es durch Form oder Druck, zum Ausdruck bringen. Und wer sich ein wenig für die Geschichte des Hauses Dior interessiert, weiß, dass Blumen bereits zu Christian Dior Lebzeiten eine große Inspirationsquelle waren und bis heute eine wichtige Rolle spielen.
Der finale Ausstellungsraum ist meiner Meinung nach, gleichzeitig der Imposanteste. Den Räumlichkeiten des Schloss Versailles nachempfunden, werden hier die schönsten und atemberaubendsten Abendkleider präsentiert. Licht und Musik sind perfekt aufeinander abgestimmt und unterstreichen die märchenhafte Atmosphäre. Die Prinzessin im Herzen einer jeden Frau, macht beim Anblick dieser wunderschönen Roben lauter kleine Luftsprünge. 😉
Ein weiteres Highlight war für mich die „Taschenwerkstatt“, in der man dabei zusehen kann, wie eine Dior-Tasche hergestellt wird. Nachdem ich nun den Arbeitsprozess beobachten konnte, kann ich die hohen Preise für die Taschen sehr gut nachvollziehen. Die klassisch-zeitlosen Modelle sind noch echte Handwerkskunst und ein echtes Statement gegen die Wegwerfkultur unserer Generation.
Die Ausstellung eröffnete am 05. Juli und ist noch bis zum 07. Januar 2018 im Musée des Arts Décoratifs zu bestaunen. Also noch jede Menge Zeit, um einen Wochenende-Trip nach Paris zu buchen und sich die bisher weltweit größte Dior-Ausstellung anzuschauen.
Natürlich gibt es auch wieder einen Ausstellungskatalog, den Ihr, unter anderem, hier finden könnt.

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5 Kommentare

    1. Das freut mich riesig zu hören 🙂
      Das glaub ich dir, die Ausstellung ist wirklich atemberaubend schön und am liebsten würde ich nochmal dahin 😀
      Ich freu mich jetzt schon auf deinen Bericht und die Fotos 🙂

      Liebe Grüße
      Marvena

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