Reiseguide: Paris

Paris; Für mich stand diese Stadt schon immer auf meiner Bucket-List. Und endlich war ich da. Natürlich hatte ich meine Idealvorstellung von der Stadt der Liebe. Romantische Straßen, kleine Cafés, idyllische Plätzchen an der Seine und wunderschöne Kirchen aus der Zeit der Gotik.
Nach Tag 1 war ich jedoch kurz davor diese Vorstellungen über den Haufen zu werfen. Paris war laut, dreckig und voll; Eigentlich wie jede andere Großstadt auch. Und das ist der springende Punkt. Paris ist eine Großstadt. Wie jede andere Großstadt auch. Nunja und Großstädte haben es eben an sich, laut, dreckig und voll zu sein. Außerdem liebe ich diesen Großstadtflair ja schon irgendwie, sonst würde ich einen Städtetrip nicht einem Strandurlaub vorziehen.
Jetzt aber wieder zurück zu Paris. Natürlich versprüht Paris den Charme, den man sich vorstellt und die Stadt hat so einige idyllische Plätzchen zu bieten. Kleine Verkaufsstände säumen die Seine, an jeder Ecke sind diese süßen Cafés mit den bunten Markisen, die unzähligen Museen entführen Einen, in eine ganz andere Zeit und beim entlangschlüren auf der Champs Elysées fühlt man sich wie Blair Waldorf, nur mit weniger Einkaufstüten.
Neben den zwei Modeausstellungen Balenciaga – L`œuvre au noir und Christian Dior – Designer of dreams stand natürlich auch das typische Touristenprogramm auf unserem Plan, da ich bisher noch nie in Paris war. Neben einem Besuch des 300 Meter hohen Eiffelturms, der 1889 anlässlich der 100-Jahr-Feier zur Französischen Revolution von Gustave Eiffel erbaut wurde, ging es natürlich auch zum Art de Triomphe, Notre-Dame, Sacre-Cœur, Opera Bastille, Chateau Versailles und ins Louvre, über das es noch einen eigenen Beitrag geben wird. Auf jeden Fall sollte sich Jeder, der die Sehenswürdigkeiten bestaunen möchte auf lange Wartezeiten einstellen, denn in Paris wimmelt es nur so vor Touristen.
Nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch hat die Stadt eine Menge zu bieten. Vor allem das Gebäck hat es mir angetan; Macarons, kleine Tartlettes mit Himbeeren oder Erdbeeren, Brioche, Baguettes und und und…Diese kleinen Spezialitäten sind zwar nicht ganz günstig, doch für mich waren sie jeden Cent wert. Ich hätte gerne ein paar Bilder mit Euch geteilt, nur leider bin ich so verfressen, dass ich es nie geschafft habe Fotos zu schießen. 😀
Und wenn ich hier schon mit Geld anfange; Paris ist ein extrem teures Pflaster. Egal ob Hotel, Essen, Getränke oder Eintrittsgelder, man muss sich darauf gefasst machen, dass man mehr Geld ausgibt, als ursprünglich geplant. Wenn man ein wenig sparen möchte, sollte man auf jeden Fall nicht in der Nähe von irgendwelchen Sehenswürdigkeiten essen, da das Essen um circa 20% teurer ist und dazu noch viel schlechter schmeckt. Als Student kann man zusätzlich bei den Eintrittsgeldern sparen, wenn man einen gültigen Studentenausweis vorlegt.
Paris ist jedoch nicht nur ein teures, sondern auch ein gefährliches Pflaster, wie jede andere Großstadt auch. Man sollte auf jeden Fall, vor allem am Abend, die Randbezirke meiden, da dort nicht die sympathischsten Menschen herumlungern. Da sehr viele Taschendiebe unterwegs sind, sollte man sich eine Handtasche besorgen, die sich mit einem Reißverschluss schließen lässt, die Handtasche immer nah am Körper tragen und nicht zu viel Bargeld dabei haben. Aber Jeder, der schon einmal in einer Großstadt war, kennt das.
Jetzt möchte ich aber auch wieder zu den schönen Dingen zu sprechen kommen. Mein absolutes Highlight, neben der Dior-Ausstellung, war das Chateau Versailles. In Versailles haben wir aus Zeitgründen leider nur einen halben Tag verbringen können, was mich im Nachhinein ein wenig ärgert, denn Versailles ist wohl einer der schönsten Orte, an denen ich bisher war. Der Spiegelsaal, der leider etwas zu voll war, um wirklich wirken zu können, hat es mir trotzdem angetan. Dieser imposante, gleichzeitig aber auch filigrane Raum schafft durch seine großen, lichtdurchfluteten Fenster, der gegenüberliegenden Spiegelwand und den zahlreichen goldenen Elementen eine zauberhafte, fast schon märchenhafte Atmosphäre. Auch das Außengelände kann sich sehen lassen. Wunderschön bepflanzte und symmetrisch perfekt aufeinander abgestimmte Gärten, Zäune und Tore aus gold, imposante und sehr gepflegte Fassaden und kleine, abgelegene Verstecke, in denen man sich ein wenig erholen und neue Energie tanken kann. Am liebsten würde ich mich ins 18. Jahrhundert zurück beamen, um dieses imposante Gebäude und die dazugehörigen Gärten in voller Blüte erleben zu können, denn die vielen, mit Touristen gefüllten Busse, zerstören leider ein wenig den Zauber alter Zeiten.
Traurigerweise vergingen die 5 Tage wie im Flug und ich konnte nur ein Bruchteil dieser tollen Stadt entdecken. Gerne hätte ich noch den Flohmarkt Marché aux puces de Saint-Ouen besucht, über den Alexandra auf ihrem Blog Living like Golightly einen sehr ausführlichen Bericht verfasst hat. Naja, so habe ich zumindest einen triftigen Grund, ein weiteres Mal nach Paris fliegen zu können. 🙂

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2 Kommentare

  1. Du weißt gar nicht, wie ich mich gerade freue, dass du auf meinen Beitrag verweist! Das ist so lieb von dir! 😘 ich finde deinen Artikel auch wirklich toll, vor allem , da du absolut ehrlich über deine Erfahrungen berichtest. Gerade auf Instagram wird Paris manchmal nur rosarot dargestellt, dabei hat es auch andere Ecken. Aber ich glaube gerade die Kontraste machen den besonderen Reiz der Stadt aus. Der Spiegelsaal sieht toll aus! Ich habe zwar Versailles schon besucht, allerdings waren wir nur im Park, da wir keine Lust auf die Touristen-Massen hatten. Vielleicht ist es aber nochmal einen Besuch wert 🙂
    Ich wünsche dir einen tollen Abend!
    Liebste Grüße
    Alexandra von http://www.livinglikegolightly.com

    1. Dankeschön :*
      ich finde es auch schade, dass bei Instagram immer nur das Louvre und der Eiffelturm gezeigt werden und dann sind es auch immer die gleichen Bilder mit den gleichen Posen 😀
      Die Stadt ist so abwechslungsreich und hat einfach viel mehr zu bieten 🙂
      Ich kann total verstehen, dass du nicht die Tour durch Versailles gemacht hast. Es war viel zu voll und zu warm 😀 Aber ich glaube diese Touristenmassen hat man jeden Tag. Leider… 😀

      Liebe Grüße
      Veni

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